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Hier lernst und übst du die Bildung von deutschen Konjunktionalsätzen. Zur Unterscheidung von Konjunktion, Subjunktion und Konjunktionaladverb siehe Sätze mit Konjunktionen.
Beispiel
Der Bus hält vor dem Hotel, damit die Gäste aussteigen.
Sobald alle Gäste ausgestiegen sind, lädt der Fahrer das Gepäck aus.
Der Fahrer parkt den Bus, nachdem alle Gäste ein Zimmer haben.
Wann verwendet man im Deutschen Konjunktionalsätze?
Konjunktionalsätze leiten wir mit folgenden Subjunktionen ein:
Ein Konjunktionalsatz beginnt mit einer Subjunktion. Nach einer Subjunktion ändert sich der Satzbau. Nach der Subjunktion steht das Subjekt, das finite Verb steht aber am Satzende.
Subjunktion + Subjekt + … + finites Verb am Satzende
Beispiel:
Der Fahrer parkt den Bus, nachdem jeder Gast ein Zimmer hat.
nachdem (Subjunktion),jeder Gast (Subjekt), ein Zimmer (Objekt), haben (finites Verb)
Indirekte Fragen sind Fragen, die als Nebensatz in einem anderen Satz erscheinen. Wir ergänzen damit bestimmte Wendungen, wie zum Beispiel die folgenden.
Beispiele:
Ich weiß (nicht), …
Wir verstehen (nicht), …
Sie erklärt uns, …
Es ist (un)wichtig, …
Es spielt keine Rolle, …
Wir werden beweisen, …
Er fragt, …
Sie möchte wissen, …
Ich sage dir nicht, …
Können Sie mir sagen, …?
Wie ist der Satzbau in indirekten Fragen?
Der Satzbau der indirekten Frage unterscheidet sich von der normalen Frage. Da es sich um einen Nebensatz handelt, steht das finite Verb bei der indirekten Frage am Satzende (Fragewort + Subjekt + Objekt + Verb).
Beispiel:
Wann hat er Zeit? – Ich weiß nicht, wann er Zeit hat.
Was hat sie gesagt? – Ich sage dir nicht, was sie gesagt hat.
Indirekte Fragen mit ob
Gibt es kein Fragewort, verwenden wir in der indirekten Frage ob.
Beispiel:
Kommt sie morgen? – Er fragt, ob sie morgen kommt.
Satzzeichen bei der indirekten Frage
Bei einer indirekten Frage verwenden wir normalerweise einen Punkt und kein Fragezeichen (siehe Beispiel oben). Das Fragezeichen steht nur, wenn die indirekte Frage Teil einer echten Frage ist.
Ein Infinitivsatz wird im Deutschen mit „zu“ + Infinitiv gebildet und ist ein gekürzter, verallgemeinernder Nebensatz. Infinitivsätze mit „um zu“ drücken das Ziel einer Handlung aus. Im Deutschen gibt es bestimmte Wörter und Wendungen, nach denen wir üblicherweise einen Infinitivsatz verwenden.
Die folgenden Beispiele mit Listen der Wörter/Wendungen helfen dir, ganz schnell die Bildung und Verwendung von Infinitivsätzen zu lernen. Teste dein Wissen anschließend in den Übungen.
Beispiel
Ich habe vor, mit dem Tennisspielen zu beginnen. Ich bin gekommen, um mir einen guten Tennischläger zu kaufen.
Ich bin hier, um Ihnen zu helfen. Ich empfehle Ihnen, einen Schläger für Anfänger zu nehmen.
Aber ich hoffe, bald wie ein Profi spielen zu können.
Sie müssen erst einmal lernen, den Ball zu treffen. Wie ein Profi zu spielen, ist nahezu unmöglich. Um so gut zu werden, haben die Profis viele Jahre lang jeden Tag trainiert.
Wann verwendet man im Deutschen Infinitivsätze?
Infinitivsätze verwenden wir nach bestimmten Wörtern und Wendungen (siehe Liste).
Beispiel:
vorhaben → Ich habe vor, mit dem Tennisspielen zu beginnen.
Meistens stehen die Infinitivsätze hinter dem Hauptsatz, sie können aber auch am Satzanfang stehen.
Beispiel:
Wie ein Profi zu spielen, ist nahezu unmöglich.
Infinitivsätze beziehen sich normalerweise auf das Subjekt im Hauptsatz.
Beispiel:
Sie müssen erst einmal lernen, den Ball zu treffen.
Es gibt aber auch Wörter/Wendungen, bei denen sich der Infinitivsatz auf das Objekt bezieht.
Beispiel:
empfehlen → Ich empfehle Ihnen, einen Schläger für Anfänger zu nehmen.
Wollen wir das Ziel einer Handlung ausdrücken, verwenden wir um zu. In diesem Fall bezieht sich der Infinitivsatz immer auf das Subjekt.
Beispiel:
Ich bin gekommen, um mir einen guten Tennischläger zu kaufen.
Um so gut zu werden, haben die Profis viele Jahre lang jeden Tag trainiert.
Wortstellung im Infinitivsatz beachtet werden?
Infinite Verbformen stehen in deutschen Sätzen immer am Ende. Der Infinitiv des Verbs bildet mit der Erweiterung zu eine Einheit, deshalb stehen beide am Ende des Infinitivsatzes.
Beispiel:
Ich kann bald wie ein Profi spielen. → Ich hoffe, bald wie ein Profi spielen zu können.
Kaum jemand spielt wie ein Profi. → Wie ein Profi zu spielen, ist nahezu unmöglich.
Verwenden wir um zu, steht das Wort um jedoch am Anfang des Infinitivsatzes.
Beispiel:
Ich bin hier, um Ihnen zu helfen.
Beachte
Bei zusammengesetzten Verben, die trennbar sind, steht zu zwischen den beiden Teilen des Verbs.
Beispiel:
anziehen → anzuziehen
kennenlernen → kennenzulernen
Nach welchen Wörtern/Wendungen verwendet man einen Infinitivsatz?
Es gibt bestimmte Wörter und Wendungen, nach denen wir sehr oft einen Infinitivsatz verwenden. Der Infinitivsatz kann sich dabei auf das Subjekt oder Objekt im Hauptsatz beziehen oder auf eine unpersönliche Wendung.
Infinitivsatz bezieht sich auf das Subjekt
Bezieht sich der Infinitivsatz auf das Subjekt im Hauptsatz, führt das Subjekt auch die Handlung im Infinitivsatz aus.
Beispiel:
Die Tennisschülerin muss lernen, den Ball zu treffen.
Die Tennisschülerin muss den Ball treffen.
Einfache Verben
Beispiel:
Die Kundin beabsichtigt, mit dem Tennisspielen zu beginnen.
Sie hofft, bald wie ein Profi spielen zu können.
beabsichtigen
behaupten
beschließen
dazu beitragen
dazu neigen
dazu tendieren
drohen
geloben
glauben
hoffen
jemandem anbieten
lernen
planen
schwören
vereinbaren
vorhaben
vergessen
versäumen
versprechen
versuchen
vorhaben
vortäuschen
vorziehen
wagen
zögern
Reflexive Verben
Beispiel:
Der Verkäufer macht sich daran, die Kundin zu beraten.
Ich kann es mir nicht leisten, bei einem berühmten Tennisspieler zu trainieren.
sich bereit erklären
sich daranmachen
sich entscheiden
sich erinnern
sich leisten (Dativ)
sich sehnen
sich trauen
sich verpflichten
sich wagen (Dativ)
sich weigern
Adjektive und als Adjektiv verwendete Partizipien
Beispiel:
Die Kundin ist entschlossen, bald wie ein Profi zu spielen.
Der Verkäufer ist überrascht, das zu hören.
bemüht
bestrebt
beunruhigt
entschlossen
enttäuscht
erfreut
erleichtert
froh
traurig
überrascht
Wendungen mit Nomen
Beispiel:
Ich habe die Absicht, bald so gut wie ein Profi zu spielen.
Sie hat die Neigung, sehr ehrgeizig zu sein.
die Absicht haben
das Angebot machen/annehmen
in Betracht ziehen
die Drohung aussprechen
die Entscheidung treffen
den Entschluss fassen
die Hoffnung haben
die Neigung haben
die Notwendigkeit sehen
die Vereinbarung treffen
das Versprechen geben
den Versuch unternehmen
Vorbereitungen treffen
Infinitivsatz bezieht sich auf das Objekt
Bezieht sich der Infinitivsatz auf das Objekt, soll das Objekt aus dem Hauptsatz die Handlung im Infinitivsatz ausführen.
Beispiel:
Der Trainer bringt der Tennisschülerin bei, den Ball zu treffen.
Die Tennisschülerin soll den Ball treffen.
Verben mit Akkusativobjekt
Beispiel:
Die Kundin bittet den Verkäufer, sie zu beraten.
Der Verkäufer hat die Kundin überredet, einen Schläger für Anfänger zu kaufen.
bitten
dazu bringen
einladen
ermutigen
erinnern
lehren
überreden
überzeugen
veranlassen
warnen
zwingen
Verben mit Dativobjekt
Beispiel:
Ein Freund will mir beibringen, Tennis zu spielen.
Der Verkäufer rät der Kundin, einen Schläger für Anfänger zu nehmen.
befehlen
beibringen
empfehlen
ermöglichen
erlauben
gelingen
gestatten
helfen
leichtfallen
raten
verbieten
Infinitivsatz bezieht sich auf eine unpersönliche Form
Die folgenden Adjektive verwenden wir normalerweise mit der unpersönlichen Form es (im Sinne von man).
Beispiel:
Es ist nahezu unmöglich, wie ein Profi zu spielen.
Können Nebensätze ein Subjekt oder Objekt ersetzen?
Das Subjekt oder Objekt in einem Satz ist normalerweise ein Nomen oder Pronomen. Es gibt im Deutschen aber auch Fälle, in denen ein Nebensatz die Stellung eines Subjekts oder Objekts einnimmt.
Im Folgenden erfährst du, was ein Objektsatz und ein Subjektsatz ist und wie diese Sätze gebildet werden. Teste dein Wissen anschließend in den Übungen.
Was sind Objektsätze?
Der Objektsatz ist ein Nebensatz, der ein Objekt (Genitiv-, Dativ- oder Akkusativobjekt) ersetzt. Objektsätze erfragen wir mit „Wessen/Wem/Wen/Was?“.
Beispiel:
Er ist sich bewusst, dass seine Tat Konsequenzen hat. (Wessen ist er sich bewusst? – Genitivobjekt)
Ich helfe, wem ich will. (Wem/Was helfe ich? – Dativobjekt)
Ich sehe nicht, wer da kommt. (Wen/Was sehe ich nicht? – Akkusativobjekt)
Ich wollte, dass er bleibt. (Was wollte ich? – Akkusativobjekt)
Was sind Subjektsätze?
Der Subjektsatz ist ein Nebensatz, der ein Subjekt ersetzt. Subjektsätze erfragen wir mit „Wer/Was?“.
Beispiel:
Wer fleißig lernt, wird belohnt. (Wer/Was wird belohnt?)
Es ist doch klar, dass ich dir helfe. (Wer/Was ist klar?)
Adverbialsätze werden normalerweise mit einer untergeordneten Konjunktion (Subjunktion) eingeleitet. Wir unterscheiden verschiedene Arten von adverbialen Nebensätzen.
Die folgende Übersicht enthält eine Liste mit den verschiedenen Adverbialsatz-Typen plus Beispielsatz. In den Übungen kannst du dein Wissen zu den Adverbialsätzen testen.
Übersicht
Die folgende Übersicht zeigt anhand eines Beispiels die Bedeutung der verschiedenen Adverbialsätze sowie typische Konjunktionen zur Bildung.
Typ
Bedeutung
typische Konjunktion
Beispiel
Adversativsatz
Gegensatz
wohingegen
Ihm fällt Mathe leicht, wohingegen ich keine Ahnung von Mathe habe.
Finalsatz
Zweck
damit
Sei ruhig, damit ich schlafen kann.
Kausalsatz
Grund
da, weil
Da er krank war, blieb er zu Hause.
Konditionalsatz
Bedingung
falls, wenn
Wenn du willst, kannst du gehen.
Konsekutivsatz
Folge
dass, sodass
Er hatte so viel gelernt, dass er die Prüfung nicht fürchten musste.
Konzessivsatz
etwas zum Trotz
obwohl
Sie gingen baden, obwohl das Wasser eiskalt war.
Lokalsatz
Ort
wo, woher, wohin
Wo sie ihren Urlaub verbringen, ist es sehr warm.
Modalsatz
Art und Weise
indem
Er bereitete sich auf den Marathon vor, indem er täglich trainierte.
Temporalsatz
Zeit
nachdem, bevor, seit
Bevor wir sie besuchen, müssen wir noch ein Geschenk kaufen.
Fragen können wir im Deutschen mit und ohne Fragewort bilden. Bei Fragen mit Fragewort und Präposition sind einige Besonderheiten zu beachten.
Hier lernst du die Regeln zur Bildung von Fragen und findest eine Liste mit typischen Fragewörtern inklusive Beispiel. In den Übungen kannst du dein Wissen testen.
Fragen ohne Fragewort (Entscheidungsfragen)
Fragen ohne Fragewort sind Fragen, die wir mit Ja/Nein beantworten können. Das finite Verb steht bei diesen Fragen an 1. Position. An 2. Position folgt das Subjekt. Die anderen Satzglieder (Objekt, Zeit, Ort usw.) stehen in derselben Reihenfolge wie im Hauptsatz (siehe Hauptsätze).
Beispiel:
Habe ich dir das Buch gegeben?
Fragen mit Fragewort (Ergänzungsfragen)
Das Fragewort steht normalerweise am Satzanfang. Danach folgen das finite Verb und die anderen Satzglieder. Der Teil vom Satz, nach dem wir fragen, fällt weg (er wird durch das Fragewort ersetzt).
Beispiel:
Wann habe ich dir das Buch gegeben? (Gestern habe ich dir das Buch gegeben.)
Bei Fragen nach dem Objekt mit Präposition steht die Präposition vor dem Fragewort.
Beispiel:
Mitwem gehst du ins Kino?
Fürwen ist das Geschenk?
Bei Fragen nach dem Subjekt steht das finite Verb in der 3. Person Einzahl.
Beispiel:
Wer hat dir das Buch gegeben?
Welche typischen Fragewörter gibt es im Deutschen?
In der folgenden Übersicht findest du typische deutsche Fragewörter mit Informationen zu ihrer Nutzung und Beispielsatz.
Verwendung – Frage nach …
Beispiel
wer
Subjekt (Person)
Wer hat dir das Buch gegeben? – Der Lehrer.
wem
Dativobjekt, indirektes Objekt (Person)
Wem hast du das Buch gegeben? – Meiner Freundin.
wen
Akkusativobjekt, direktes Objekt (Person)
Wen habt ihr gesehen? – Unseren Trainer.
was
Subjekt oder Objekt wenn es keine Person ist Tätigkeit
Was ist das? – Das ist ein Handy. Was habt ihr gesehen? – Einen Regenbogen. Was machst du da? – Ich lese.
wessen
Zugehörigkeit
Wessen Auto ist das? – Das ist Toms Auto.
wo
Ort (Position)
Wo ist der Bahnhof? – Gleich um die Ecke.
wohin
Ort (Richtung)
Wohin geht ihr? – Wir gehen zum Bahnhof.
woher
Ort (Herkunft)
Woher kommst du? – Ich komme aus Deutschland.
wann
Zeitpunkt
Wann habt ihr gefrühstückt? – Um 7 Uhr.
wie
Art und Weise (Adjektiv)
Wie geht es dir? – Gut.
warum/weshalb/wieso
Grund für eine Handlung
Warum kommst du so spät? – Weil der Zug Verspätung hatte.
wozu
Ziel einer Handlung
Wozu willst du Karate lernen? – Um mich zu verteidigen.
welche(r/s)
Auswahl
Welches Auto gefällt dir besser? – Das rote.
Wie umschreibt man Fragen mit Präposition + was?
Fragen mit Präposition + was sind sehr umgangssprachlich. In der Standardsprache bevorzugen wir wo + Präposition (als ein Wort).
Beispiel:
Mit was kann ich helfen?
besser:
Womit kann ich helfen?
Beginnt die Präposition mit einem Vokal, fügen wir zwischen wo und Präposition ein r ein.